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 Super VW - Ausgabe 03/2004

 

 

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Bericht aus der französischen Zeitschrift "Super VW"
Wenn Ihr auf das Bild klickt, werdet Ihr direkt auf die 
Home Page von SUPER VW weitergeleitet.

Leider liegen mir im Augenblick nur Scan's vor, ich hoffe in der 
nächsten Zeit die Original Bilder zu erhalte, bis dahin bitte noch 
ein wenig Geduld.
Ein riesiges Dankeschön an den Vater von Roger, er hat sich die 
Mühe gemacht, den ganzen Text für uns zu übersetzen, echt klasse.
Ausserdem möchte ich mich bei den Herausgebern der Super VW,
im Speziellen bei H. Julien-David Collombet für die Erlaubnis 
bedanken, diesen Artikel auf unserer Home Page zu präsentieren.
 
Als ersten findet Ihr die Scan's des Originalartikels, im Anschluss dann die 
Übersetzung. Viel Spass.
 

 

Ein Fall für sich

 Puma : Unerschöpfliche Quelle von Emotionen oder die Möglichkeit, aus Ihrem Leben etwas Bewegliches, Schnelles, Leidenschaftliches zu machen und stets geprägt von Schaudern und von Sensationen sein, welche den Lauf der Zeit nicht beeinträchtigen können.

Mit diesem Wortlaut wurde dieses kleine Sportcoupé „ Made in Brazil „ in der damaligen Broschüre vorgestellt.

Mehr als 35 Jahre nach seinem Erscheinen hat dieses prächtige Modell, basierend auf einem VW, keine Runzeln erhalten und ist immer noch gleich anziehend !

 

Dossier Coupé Puma GT

 Es ist für niemand ein Geheimnis, der Cox oder eher sein rollendes Ganzes haben dazu geführt, zahlreiche Car-Kits hervorzubringen. Von Ferrari zu MG – Kopien, weitergehend zu zehnfach mehr oder weniger gelungenen persönlichen Entwicklungen, ohne von den Buggies zu sprechen, wurde der Cox in allen Formen auf der ganzen Welt verändert. Die Variante, welche wir Ihnen zu entdecken vorschlagen, wurde niemals als Kit verkauft. Wir verdanken die Entstehung des Pumas einem gewissen Gennaro „ Rino „ Malzoni und seit Anfang der sechziger Jahre wurde ein erster Prototyp realisiert… aber noch nicht auf Basis eines VW.

 

Etwas Geschichte

 Dieser VW, erstellt als brasilianischer Mix, wurde zuerst als schnelles Sportcoupé, startend mit einem 3 Zylinder Auto-Union DKW, entwickelt. Erstaunlich, nicht wahr ?

Aber beim weiter lesen werden Sie verstehen, dass zum heute vorgestellten Puma ein Bezug besteht. Das Coupé wurde unter Lizenz in Brasilien durch die Vermag Gesellschaft gebaut ; DKW Auto-Union arbeitete damals mit einem Unterhändler, der MM Gesellschaft. Letztere wurde später durch einen Kunden, Rino Malzoni ( ein Mäzen ), zurückgekauft. Dieser hatte ab 1962 ein Sportcoupé,  basierend auf DKW, konstruiert.

Das Unternehmen Malzoni ging seinerseits in einer wichtigeren Gruppierung auf und diese, spezialisiert  in der Herstellung des GT, neu bezeichnet : Sociedade de Automoveis Luminari, der letzte Name stammte aus den ersten 2 Silben der Fusionierten. Die ersten Versionen, bezeichnet GT Malzoni, waren eher spartanische Modelle und speziell  für den Rennsport bestimmt. Darauf wurde Luminari aber selbst wiederum von Vermag gekauft, welches die Entwicklung der Konstruktion des GT erlaubte. Es wurden 25 Modelle, immer basierend auf DKW, zwischen 1965 und 1966 gebaut. Die am meisten geförderten dieser  GT´S 3 Zylinder 2 Takt  1000ccm entwickelten 90  - 100 PS.

Darauf stießen immer mehr neue Beteiligte, zwecks Unterstützung, zum kleinen Team hinzu.  Bei dieser Gelegenheit gaben diese das Startzeichen zur Gründung der neuen Gesellschaft : Puma Veiculos e Motores Ltda( Kurze Zeit später umbenannt in Puma Industria de Veiculos S.A. ) , welche 1967 die neue Ausgabe, genannt Puma GT, hervorbrachte, verändert durch den Stylisten Anisio Campos . Letztere, verschönert und aufgemotzt, erhielten den Motor des Coupé Auto Union Fissore. Dieses neue Modell wies 4 Scheibenbremsen auf. So bestückt verließen 1967 ca. 130 Exemplare das Werk. Jedoch der Rückkauf von Auto Union 1 Jahr zuvor durch Volkswagen, dann der Weggang der Filialen wie Vemag außerhalb Deutschlands,  nunmehr unter der  Kontrolle von Wolfsburg, veränderten wiederum das Schicksal des Coupés.

  

Ein Zylinder zusätzlich

 Somit musste das Fahrwerk der Auto Union und sein 3 Zylinder Motor mit 60 PS einer Plattform des Ghia Karmann weichen, gleichzeitig einige cm verkürzt wie der gute alte flat four des Cox . Dieser Fahrwerks- und Motorwechsel benötigte eine Neuform der Karosserie. Diese Modifikationen und andere ästhetische Aspekte gestalteten das Coupé VW – Puma weniger angriffig  als die Auto – Union Ausgabe, verhinderte jedoch nicht eine Produktion in Kleinserie ab 1968.

Das neue Auto hatte einen 1500 ccm Motor, der sehr schnell durch einen 1600 ccm ersetzt wurde. 1970 erschien im Katalog eine Cabrio Version, genannt GTE Spyder. Zu jener Zeit, anfangs 1970, begann Puma mit dem Export nach Nordamerika, sowie nach Europa, dies aber in geringer Dosierung durch einen in der Schweiz situierten Verteiler, darauf auch in südamerikanische Länder. Obwohl einige Autos als Kit verkauft wurden, hat man den Puma dennoch kommerzialisiert und vollständig in Brasilien zusammengebaut. Betreffend Antrieb, dienten weiterhin der 1600 mit 2 Vergasern bestückt. Ein 1800 ccm war als Option erhältlich. Gleichzeitig wurde ein neues Modell, genannt GTB, entwickelt. Weiterhin als Puma bezeichnet, hatte diese Ausgabe wenig mit dem Originalmodell gemeinsam. Die Karosserie stets aus Kunststoff, jedoch neu gestylt,  wurde auf ein spezielles Fahrwerk konstruiert, welches vorne die Aufnahme eines 6 Zylinder brasilianischen Chevrolet – Reihenmotors von 4100 ccm ermöglichte. Dieser GTB wurde weder nach Nordamerika noch nach Europa exportiert.

 

Brazilia

 Als der Karmann aus dem Katalog verschwand, konzentrierte sich die Gesellschaft  dieses Mal auf ein ausschließlich in Brasilien hergestelltes Modell, die Brazilia genannt, deren Plattform verwendete man zur Weiterführung der Produktion. Betreffend Mechanik behielt man den 1584 ccm bei. In der gleichen Epoche schaffte man in Südafrika eine Montageeinheit. Im Zeitraum von 21 Monaten produzierte und verkaufte man in dieser Kette mehr als 350 Pumas. Währenddessen waren wegen Unterlassung der Kontrolle der Produktionskosten sehr schnell die Werktore in Südafrika geschlossen worden…

1977 erhielt der Puma ein neues Kleid. Hinter den Türen erschienen Scheiben, das Armaturenbrett im Innern neu gestaltet. 1981 entstanden wichtige Neuerungen. Neugestaltungen an Front und Heck des Coupés. Rechteckige Scheinwerfer, Ferrari – Style erschienen, größere Stossstangen aus Kunststoff ersetzten die Chrommodelle.

Diese neuen Modelle der Cabrioversion wurden GTC genannt, GTI für das Coupé. Beide wurden mit einer Liste wichtiger Optionen vorgeschlagen, verschiedene Motoren und Getriebe oder sogar elektrische Scheibenheber. Im folgenden Jahr ersetzte man den Hinterradantrieb durch ein Kardanmodell, die Motorisierung nun von 1600 ccm bis 2000ccm. Zwischenzeitlich aber kam die Wirtschaftskrise und die Produktion verminderte sich. 1985 verkaufte die Gesellschaft die Rechte des Puma an Auracaria SA , eine kleine Gruppe welche, nachdem sie nur wenige Fahrzeuge gebaut hatte, diese Produktion 2 Jahre später wieder aufgab. Trotz Anstrengung der neuen Besitzer der Marke endete deren Herstellung 1992.

Gleichzeitig, aufgrund der südafrikanischen Nachfrage, entschloss sich Jack Wijker die Marke neu zu starten oder zumindest einzuführen und Pumas in seinem Land zu verkaufen. Letztere wurden, erst als Direktimporte aus Brasilien, dann wegen hoher Importgebühren wiederum im eigenen Land auf der Grundlage des GTE  produziert.

Trotz allem erwies sich die Nachfrage als zu gering ( 26 Einheiten in 2 Jahren ) und anfangs 1990 war das Aus für den Puma.

 

Beschreibungen

 Im Besitz von Nino Fabbri, ein gut bekannter Angefressener unserer Dienste und der Leser von VW Tech. ( Deswegen ) Dieser Puma GT, in die Schweiz eingeführt, wo er seit  dem Verlassen des Werkes in Brasilien 1973, seine Existenz verbrachte. Nach fast 20 Jahren guter und zuverlässiger  Dienste wurde er als Folge eines Zusammenstosses in schäbigem Zustand 1981 von einem Begeisterten aufgegriffen, der sich bemühte, ihn zu restaurieren und bis 1994 zu behalten. In jenem Jahr entschloss er sich, sich davon zu trennen. Sein zweiter Besitzer  behielt  ihn dann 2 Jahre, dann tauschte er ihn um gegen ein Cabriolet  bei einem Händler. Dort stand der Puma im Schaufenster ausgestellt und nur 3 Jahre später, dank Nino fand er wieder auf die Strasse zurück. Seit damals sind viele Verbesserungen technischer und ästhetischer Art entstanden. Darauf wurden die Original – Scheibenbremsen durch welche von  Kerscher ersetzt, der Vorderantrieb erhielt Verstärkungen, die hinteren  Radzylinder haben einen größeren Durchmesser, die hinteren Gestänge sind einstellbar, ein Satz Monroe – Federbeine 4-fach montiert. Betreffend Mechanik  ist ein 1600 ccm Motor,  versehen mit zwei 40er Kadron Vergaser eingebaut ; Alles besser getunt als die ersetzte 1300 ccm Originalversion beim Kauf . Weiter vervollständigen die Auspuffanlage BAS und eine zusätzliche Ölwanne das Ganze. Selbstverständlich liegt das Auto einige cm tiefer und die damaligen Alu – Felgen sind Vorteilhafterweise durch welche von Fuchs mit 7 und 8 Zoll ersetzt worden. Anzeige an Liebhaber : Nino hat beschlossen, sich davon zu trennen. Also wenn Sie schwach werden, zögern Sie nicht, ihn zu kontaktieren. Für jedermann wird es keine haben… Tel. 06 76 82 65 77  

 

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Letzte Überarbeitung: 04.2004
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