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Die beiliegende Geschichte hat Stefan Zankel im Internet entdeckt, auf seinen Hinweis hin, hat Ole Thomsen Kontakt mit dem Autor aufgenommen und von ihm die Freigabe erhalten, den Text und die Bilder zu verwenden. Ausserdem haben seine Frau und er sich viel Mühe mit der Übersetzung gegeben.

Ich danke an dieser Stelle allen Beteiligten, vor allem den Herren Prado, Campos und Lettry für diese schöne Story.

Hinweis: wenn Ihr auf diesen Text klick, werden Ihr direkt auf den Original Artikel umgeleitet.

 

Die Geschichte des Puma DKW - 1966

Von  Ricardo Prado, Anisio Campos und Jorge Lettry (Chef der Rennwettbewerbsabteilung der DKW-Vemag)

Während der fünften Automobilmesse von 1966 präsentierte LUMIMARI eine von dem berühmten Anísio Campos überholte Version in einer verfeinerten Ausführung, die PUMA GT genannt wurde. Später wurde er unter dem Namen PUMA DKW bekannt.

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Der PUMA GT hat den Preis “Quatro Rodas” für das beste brasilianische Autoprojekt gewonnen. In der Juri, die den Preis verlieh, war u.a. der anerkannte Designer Nucio Bertone von Bertone Studios in Italien.

 

Vorne, der Direktor der Zeitschrift “Editora Abril”,  Luis Byllik und rechts, der Designer Nucio Bertone, der als Juri-Mitglied eingeladen war beim besten brasilianischen Autoprojekt 1966.

Der PUMA GT ist seitdem als die schönste Karosserie in die brasilianische Automobilgeschichte eingegangen. Dank ihrer angenehmen und gleichzeitig aggressiven Linienführung eines reinrassigen Pferdes, zieht sie noch bis heute Aufmerksamkeit auf sich.

Unten sieht man, wie Anisio auf dem Hof Chimbó von Rino Malzoni in Matão (im Landesinneren von Sao Paulo)  mit der “wire-frame”-Technik (Metalldraht) das perfekte und harmonische Design des Puma VW geplant und gebaut hat.

 

 

 

 

   

                                                                                                      Kiko Malzoni, Sohn von Rino.

  

                                                                  Beachten Sie die vier runden Lampen, baugleich mit dem GT Malzoni DKW     

 

Anisio gibt der Puma DKW Form den letzten Schliff.        

  

Die Form trocknet in der Sonne

  

In diesem Jahr ist die Firma LUMIMARI auf PUMA Veículos e Motores GmbH umfirmiert worden. Im letzten Produktionsjahr, zwischen 1966  und 1967 wurden wahrscheinlich 125 PUMAS GT gebaut. Genaue Aufzeichnungen gibt es nicht. Andere Quellen behaupten, es seien 135 Stück gewesen.

 

Letzteres erscheint mir wahrscheinlicher, da ich schon in diversen Veröffentlichungen die Gesamtzahl von 171 Pumas + Malzonis gesehen habe. 35 + 135 macht 170 Stück plus meinem, der nach dem offiziellen Produktionsende gebaut wurde und keine werkseitige Seriennummer mehr bekommen hat. Meine Karosserienummer wurde von der Verkehrsbehörde DET in  São Paulo ausgestellt. Jedoch sind das alles Spekulationen, da keine Aufzeichnungen der Fabrik mehr existieren.

Mit dem Ende der Herstellung der DKW durch die Vemag hat Puma keine Technik mehr gehabt für Ihre Autos und musste eine Neuentwicklung auf Basis des Karmann Ghia 1500 beginnen, die 1968 präsentiert wurde.

Sowohl die Malzonis als auch die PUMA GT hatten DKW Technik mit einem 60 PS 2 Takt Motor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 145 Km/h bei einer Beschleunigung von 0 auf 100 Km/h in ca. 19 Sekunden erlaubte. Dies waren sehr gute Werte für die damalige Zeit, insbesondere für den kleinen DKW Motor.

 

Das Armaturenbrett des Puma GT 

 

Unter Leitung des außergewöhnlichen Jorge Lettry haben die von der VEMAG – Mannschaft betreuten Motoren auf Rennstrecken Malzoni zu einem sehr geachteten Mitstreiter gemacht, selbst unter den großen Marken mit 8 Liter Corvette Motoren. Die  ca. 8 Km lange Rennstrecke von Interlagos machten die Malzonis in ca. 3 Minuten und 53 Sekunden. Schwer zu glauben, wenn man bedenkt, dass der in den 50'er Jahren konstruierte Motor mit einem für einen Rennwagen vergleichsweise hohem Gewicht nur 1000ccm Hubraum hatte.

    

Heute gibt es nur noch sehr wenige fahrbereite GT Malzonis und PUMA Gts, die bekannt sind, was diese Fahrzeuge unter Sammlern sehr beliebt macht.

 

     

 

Vergleich zwischen GT Malzoni und Puma DKW von Anisio Campos

 

 

 

 

Anisio Campos im Jahre 2003 mit dem  Puma GT-4Rodas und dem Puma DKW

 

 

Der Puma DKW und der PUMA VW in der Classic and Sports Car - Juli 2002

Von José Rodrigo Otávio

Die Zeitschrift C&SC vom Juli 2002 hat eine Überraschung für uns Brasilianer. Sie schrieben über den  Puma VW und den Malzoni in einem Bericht, der während der Inca Trail Ralley im vergangenen Jahr verfasst wurde. Der Autor des Berichtes war Malcolm McKay, englischer Journalist, der an der Inca Trail Ralley mit seinem roten Triumph TR2 teilnahm und unversehrt die 25000 Km lange Runde durch Südamerika überstanden hat.

 

Malcolm begann sich durch Gespräche, die er mit  Robertinho Rodrigo Octavio Filho und Nelson Cintra, ebenfalls Teilnehmer der Inca Trail Ralley, geführt hat, für diese Autos zu interessieren. Robertinho arbeitete in der Ralley-Organisation und Nelson für das portugiesische Fernseh-Team, das die Veranstaltung gefilmt hat.

Gleich nach Ankunft nach der Ralley in Rio habe ich ein Treffen mit Malcolm und unseren Spielzeugen für Samstag, den 01.12.2001 arrangiert. Dies war der selbe Tag, an dem er und die Mehrheit der Ralley-Teilnehmer die Rückreise in ihre Heimatländer antraten.

 

Der Besitzer der Autos, Paulo Lomba, hatte schon die Rennstrecke in Rio für diesen Test reserviert. Paulo hatte seinen berühmten von ihm selbst restaurierten Karman Ghia Dacon mitgebracht.

 

Malcolms Interesse an diesen Autos war so groß, dass er sich entschieden hat, einen Sonderartikel über Puma und Malzoni und Einen nur über den KG – Dacon zu schreiben, die in der nächsten Ausgabe erscheinen sollte.

    

In seinem Artikel nennt Malcolm Puma  und Malzoni ein gutes Rezept, das in einem dritte Welt Land erfunden wurde. Diese Autos haben den englischen Journalisten bezaubert. Clay Regazzoni, der bei der Inca Trail Ralley in Bariloche eingstiegen ist, nachdem er die 1000 argentinische Meilen gefahren ist, wurde von mir eingeladen an diesem Samstag auf der Strecke mit dabei zu sein. Er war zuletzt vor über 20 Jahren dort. Nach einen Formel 1 Unfall 1980 in Long Beach überlebte er querschnittsgelähmt. Trotz dieses Schicksals hat er sich der Automobilwelt nie abgewandt.

 Während der 1000 argentinischen Meilen auf der Ralley Inca Trail bekam sein Mercedes Coupe einen 6,3 Liter Motor mit Automatikgetriebe und handbetätigtem Gas- und Bremspedal.

  

Der Artikel über den K-G/P-Dacon wurde noch nicht veröffentlicht, aber wir können sicherlich auf einen Text mit sehr guten Kritiken zu unseren Automobilrezepten hoffen, denn Malcolm ist fast eine Stunde mit dem Fahrzeug auf der Rennstrecke gefahren, was laut Paulo Lomba Rekordzeit war, nach seiner Restauration, was die Fahrtdauer betrifft.

 

 

 

 


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Letzte Überarbeitung: 03.2004
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