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 Die Puma-Motor-Story aus Sicht einer Pumaristen Frau

2003 - 2004

 

 

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Das erste Treffen in Höchstadt 2003 fand zwar mit uns, aber ohne Olaf´s Puma statt.

Er war gerade dabei, den Motor auseinander zu bauen, weil sein Puma mit den Jahren ein „Auslaufmodell“ wurde. Stolz zeigte er die Fotos seines Puma und hoffte innerlich, beim nächsten Treffen mit Puma dabei sein zu können.

Kaum zu Hause angekommen, ging er voller Elan daran, den Motor wieder zusammen zu bauen.

Nun musste wieder mal die Abgasuntersuchung und auch TÜV gemacht werden. Test bestanden. ---à Gott sei Dank

Es steht dem Oldtimerkennzeichen fast nichts mehr im Weg. Olaf macht sich auf den Weg zur DEKRA. Leider machen die erst um 9 Uhr auf. Also wird noch eine kleine Probefahrt gemacht. Plötzlich hört Olaf ein undefinierbares, metallisches Geräusch. Er fährt über die Autobahn und merkt, dass die Geräusche beim Fahren und Schalten zunehmen. Also lieber runter von der Bahn und ab nach Hause. An der ersten Ampel bleibt der Motor dann stehen. Es geht nichts mehr. Ich kann mir sehr gut sein ärgerliches Gesicht vorstellen. Er ruft kurzerhand seinen Vater an, der ihn dann erst mal nach Hause abschleppt.

 Zusammen mit seinem Cousin schleppen sie den Wagen zu einem Freund in die Werkstatt. Der Puma kommt auf die Bühne und der Motor wird wieder ausgebaut. Jetzt sieht er den Schlamassel. Dadurch, dass eine einzige Mutter nicht mit den angegebenen 350 Nm angezogen wurde, löste sich die Schwungscheibe, welche dann die Kurbelwelle und noch einiges mehr beschädigt hatte.

Das Ganze passierte nur 3-4 Tage vor dem nächsten Treffen 2003 in Neckarsulm.

Nach mehreren Versuchen, den Motor in dieser kurzen Zeit wieder günstig hin zu bekommen, hat Olaf für dieses Treffen aufgegeben. Er fuhr alle Einzelteile nach Hause und bat seinen Vater nochmals um Abschlepphilfe. Die beiden fuhren über die Autobahn (weil schnellster Weg nach Hause) und wurden von der Polizei überholt. Olaf hoffte, dass sein Vater die nächste Ausfahrt benutzen würde, doch dieser fuhr weiter. Gut versteckt auf der Autobahnauffahrt warteten die Polizisten schon auf die Beiden. Sie wurden mit Blaulicht und dem „Bitte Folgen“ - Schild zur nächsten Ausfahrt und Parkplatz aufgefordert. Dort erfolgte dann die Belehrung, dass man erstens nicht über die Autobahn abschleppen darf und zweitens man mit den nun 4 Achsen einen LKW-Führerschein gebraucht hätte. Beinahe hätte sich sein Vater noch verplappert, dass ja noch nicht mal ein Motor im Puma sei. Doch Glück gehabt. Sie kamen noch mal mit einem ermahnenden Blick davon. Sie fuhren also den Rest durch die Stadt nach Hause. Fein säuberlich wurden die Einzelteile des Motors im Keller einsortiert.

 

    

Nun fand das zweite Treffen wieder ohne Olaf´s Puma statt.

Dank Peter Handsche konnte Olaf dort einen gebrauchten Motor günstig kaufen. Dieser kennt da so einen Typen, der jede Menge Zeugs in seinen Schuppen verstaut hat. Guter Dinge ging es wieder nach Hause.

Zusammen mit seinem „Schwiegervater“ machte er sich an die Arbeit, den Motor wieder flott zu bekommen. Sie nehmen ihn auseinander und reinigen alles. Der große Tag des Zusammenbaus ist endlich gekommen. Doch plötzlich nur noch Frust. Anscheinend sind die Stehbolzen im Vorfeld vom Vorbesitzer nachgearbeitet worden. Nicht ein Gewindeeinsatz hält.

 Alles Schrott.              

Nun kann sich jeder vorstellen, wie viel Arbeit ich damit hatte, die beiden wieder aufzumuntern.

Die Zwei wagen noch einen Versuch. Olaf hat neue Lager, Kurbelwelle etc. besorgt und baut nun seinen alten Motor wieder auf. Mittlerweile hat er auch das richtige Werkzeug dazu bekommen (eine 36 er Nuß und einen großen Drehmomentschlüssel für die Mutter der Schwungscheibe). Es war für mich sehr lustig, die beiden dabei zu beobachten und zu fotografieren. Einmal saßen sie wie an einer Schulbank zusammen in der Werkstatt.

           

Damit sie auch die Kurbelwelle und die Zahnräder wieder fest zusammen bekommen, wurde jene kurzerhand in unser Eisfach gelegt. Glücklicherweise wurde ich vorgewarnt, sonst hätte ich mich schon gewundert, was denn die Kurbelwelle darin macht. Sie setzten also alles wieder zusammen und präsentierten ganz stolz, wie einfach doch alles war.

 

          

Endlich ist der Motor wieder fertig und kann eingebaut werden.

Zwei Wochen vor dem nächsten Treffen in der Schweiz ist der komplette Motor wieder im Puma.

Zu Test- und Spaßzwecken konnte Olaf nur ca. 200 km vor der großen Fahrt in die Schweiz mit dem  Motor fahren. Ein wenig ängstlich war er aber trotzdem. Die Öltemperatur machte ihm noch sorgen. Sie ist leider ziemlich hoch. In der „Beetleclinic“ lässt er noch mal alles durchchecken, aber es ist nichts zu finden.

Olaf baut aus ziemlich festem Schaumstoff zwei Puffer, mit denen er während der Fahrt den Motorraum offen lässt. Es hilft tatsächlich. Wir kommen mit Zwischenstopp bei Peter in der Schweiz an.

 

Mit Hin- und Rückweg sind wir nun über 2000 km mit dem Puma gefahren. Er hat alles überstanden und wartet nun auf das nächste bzw. übernächste Treffen.

Für die nächsten Abenteuer oder Geschichten ist noch Zeit, da das historische Kennzeichen immer noch nicht vorhanden ist.

Ich hoffe ihr hattet Spaß bei dem Artikel

Die Pumaristen Frau von Olaf

 

Gruß Jana

 

Vielen Dank Jana für diesen Einblick in das Leben einer Pumaristen-Frau.

Nicht zu vergessen, zwischen all diesen Aufgaben hatten die Zwei auch noch Zeit für den jüngsten Pumeiro-Nachwuchs in Europa zu sorgen, herzlich willkommen Maja !

An dieser Stelle nochmals alles, alles Gute an die "Drei", Maja, Jana und Olaf.

 

 

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Letzte Überarbeitung: 02.2005
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