|
|
Die WEB Seite für Puma - FreundeThe WEB page for Puma - Friends | |
|
Zurück zur deutschen Home Page
|
Hier nun eine kurze Geschichte von Johannes Bauer über seinen Besuch in Brasilien. Vielen Dank Hannes für die schönen Bilder und den Text, den Du uns zur Verfügung gestellt hast.
Puma-Reise nach Rio de Janeiro
Das Puma-Treffen in Neckarsulm war für mich die erste Gelegenheit, auch mal andere Pumas als den eigenen zu sehen. Wie aber stehen wohl die Chancen, im Heimatland unserer Pumas welcher ansichtig zu werden? Also verlegte ich meinen traditionellen Winterurlaub nach Rio de Janeiro. Einige deutsche Pumeiros hatten mir Kontakte zum brasilianischen Puma-Club geschaffen, gespannt war ich aber auch auf die Pumas im alltäglichen brasilianischen Straßenverkehr. In Rio angekommen ging ich mit offenen Augen durch die Strassen und begegnete schon nach einer Stunde meinem ersten Puma, einem weißen Cabrio. Aber der Zustand! Erschreckend schlecht, man sah dem Wagen die rund 25 Jahre an... Mich interessierten speziell die eher ausgefallenen und seltenen Modelle und die zu finden war ohne einheimische Hilfe ein unmögliches Unterfangen. Ich hatte den Tipp bekommen, dass sich die Auto-Szene jeden zweiten Sonntag im Zentrum Rios trifft, aber bis dahin war noch ein paar Tage Zeit. Also verließ ich mich weiterhin auf meinen Spürsinn und das nötige Glück. Nach drei Tagen des aufmerksamen Wanderns hatte ich Glück. In einer Seitengasse an der Copacabana begegnete ich einem solchen gesuchten Objekt, einem Puma GTB S/1. Dabei hätte ich es beinah nicht erkannt, so verbaut war das arme Ding. Bekanntlich wurden viele GTBs getunt oder verheizt, und dieser sah nach beidem aus. Er dürfte schon länger dort stehen, ein Vorderreifen war zudem komplett platt. Am Sonntag machte ich mich morgens auf den Weg ins historische Zentrum Rios, wo das Autotreffen stattfinden sollte. Nach und nach sammelten sich diverse Oldtimer, etliche US-Schlitten, aber auch brasilianische Sportwagen wie Bianco, Lafer (beide VW-Basis) oder SM (Chevy-Basis). Auch zwei Puma GTE, alt und neu, trafen dazu. Ich lernte Funktionäre des Puma Clubs Rio de Janeiro kennen, äußerst nette und sympathische Leute. Sie besitzen allesamt mehrere Pumas, perfekt restauriert und möglichst original. Das relativ niedrige Preisniveau in Brasilien wird durch Quantität ausgeglichen, bei den meisten Sammlungs-Aufzählungen, die ich mir anhören durfte, reichten die 10 Finger aber meistens gerade noch aus. Ich bekundete mein Interesse an einem möglichst schönen GTB S/1 und einige Tage später fruchtete dies in einer Nachricht an der Hotelrezeption. Ich möge mich mit dem Besitzer einer Galerie treffen, er könne mich zu einem solchen GTB bringen. Der Kontakt klappte und am nächsten Morgen machte ich mich mit zwei Pumeiros auf den Weg in eine wenig schöne Gegend. Unterwegs besuchten wir noch die diversen Stellplätze ihrer eigenen Pumas, was uns neben perfekten GTE‘ und GTS‘ auch zu einem der seltenen Puma P018 führte. Diese speziellen GTE verfügen über einen Tank im Heck und eine verschärfte Optik. Nur knapp 60 Exemplare sollen entstanden sein. Doch das Ziel unserer Reise war der GTB und so landeten wir irgendwo vor einem Wellblechtor. Wir läuteten und fanden Einlass in eine riesige Halle, in der rund 15 amerikanische Oldtimer standen. Mittendrin – der GTB S/1, in total originalem Zustand. Die beiden mich begleitenden Pumeiros waren von den Socken, noch nie hatten sie einen so gut erhaltenen GTB gesehen. Der Wagen gehört dem Präsidenten des brasilianischen Oldtimer-Verbandes, verfügt über einen FIVA-Pass und soll auch irgend eine brasilianische Oldtimer-Rennserie gewonnen haben. Ob der Wagen Brasilien per Schiff verlassen wird – wir werden sehen. Abschließend möchte ich mich noch bei den deutschen Pumeiros für ihre Unterstützung im Vorfeld bedanken und freue mich schon, euch Fotos zeigen zu können – von 19 gesehenen Pumas konnte ich immerhin 15 fotografieren! Diese 2 Bilder hat Hannes mir noch zugeschickt, einmal ein Ersatzteilmarkt "Was das Herz begehrt" und ein Original Modell aus Brasilien. | |
|
Letzte Überarbeitung:
03.2004 copyright © Familie Harder 2003 | ||