Puma in Süd-Afrika I



Die Geschichte des Pumas in Südafrika begann als Herr Vic Du Buisson während einer Geschäftsreise einen Puma in Brasilien sah. Zu dieser Zeit war die Südafrikanische Währung (Rand) sehr stark und daher der Import eines 1600 GT sehr günstig. Daraufhin verhandelte Vic mit Puma do Brasil über die Rechte an den Fahrzeugen.

Der erste Puma wurde auf der Karmann Ghia Plattform aufgebaut. Da diese in Südafrika nicht produziert wurde, modifizierte Puma do Brasil die ersten Karosserien in Brasilien, sodass als Bodengruppe die Käfer Plattform verwendet werden konnte. Außerdem wurden die Karosserien für Rechtslenker angepasst. Puma do Brasil produzierte ein paar rechtsgelenkte Fahrzeuge in Brasilien. Von diesen wurde eins nach Australien exportiert.

Es gab noch einen weiteren Haken für die Produktion von Pumas in Südafrika! VW weigerte sich, Teile an die Firma BROMER MOTOR ASSEMBLIES zu liefern. Diese musste nun komplette Käfer kaufen, die Karosserie entfernen und verschrotten, nur um die Bodengruppe für den Bau der Pumas zu verwenden. Auch die Scheiben mussten in Südafrika produziert werden, glücklicherweise, da man bis heute neue Scheiben kaufen kann.

Die Wagen wurden in einer Stadt namens New Germany nahe der Stadt Durban montiert. Aber es war nicht wirklich eine Stadt der Autobauer und viele Fertigkeiten / Qualifikationen fehlten. Daraus resultierte eine sehr mittelmäßige Qualität der Wagen.

Bevor die Firma BROMER MOTOR ASSEMBLIES in Konkurs ging, wurden 275 Wagen produziert (manche Quellen sprechen von 375 Fahrzeugen). Hauptgründe für die Pleite waren Desinteresse und das fehlende Händlernetz. Vermutlich wurden alle Wagen durch einen der größten Händler in Südafrika, die Firma Lindsay Saker in Johannesburg ausgeliefert, die wohl auch die letzten Fahrzeuge montierte. Zu dieser Zeit war Jack Wiyker Werkstattleiter der Firma Lindsay Saker.

Als BROMER Pleite ging, wurden alle verbliebenen Teile und Fahrzeuge von Jack aufgekauft. Auf eigenes Risiko gründete er dann die Firma Puma Marketing. Diese Firma vertreibt bis zum heutigen Tag Puma-Teile in Süd Afrika.

In den 80igern importierte Jack weitere Pumas der neueren Modellreihe und montierte einige wenige Fahrzeuge (ca. 26 Stück). Persönliche Probleme verhinderten eine weitere Produktion.

Nun will Jack wieder Pumas in Kleinserie produzieren. Zurzeit baut er einen Vorführwagen dessen Design auf der Modellreihe 1969 – 1975 basiert, zusätzlich erhält der Wagen ein weiteres Seitenfenster.

Quelle: mit freundlicher Unterstützung von Armand W. Botha und Jack Wykers.

Puma in Süd-Afrika II